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Hui-Ausstellung in Oelde - Erinnerungen
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Seb
Tourist

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Anmeldedatum: 09.02.2010
Beiträge: 3
Wohnort: Gelsenkirchen
Beitrag Verfasst am: 05.02.2011, 22:14    Titel: Hui-Ausstellung in Oelde - Erinnerungen Antworten mit Zitat
Hallo zusammen.
Ich erinnerte mich gerade an die Hui-Ausstellung in Oelde. Sie war großartig! Mir ist im Forum noch kein Thread dazu aufgefallen (wenn es einen gibt: Schande auf mein Haupt und diesen Post bitte verschieben).
Hier können Erinnerungen ausgetauscht werden.
Ich fand es großartig! Am Abend nach meinem Besuch schrieb ich einen Bericht, um mich auch später noch erinnern zu können:

Samstag, 10.07.2010

7.20 Uhr: Der Wecker klingelt. Verschlafen, aber voll da, stehe ich auf, gehe duschen und beginne den Tag mit Cola (Light) - natürlich von Sinalco. Heute geht es zur Uschmann-Ausstellung. Heute wird gemurpt.

8.10 Uhr: Meine Mutter kommt wieder - ohne die versprochenen Brötchen, auf die ich gewartet habe. Spontan gibt es also nur Toast. Keine Frage, lecker und gleichsam ungesund.

8.40 Uhr: Flugs aufs Rad und ab zum Hauptbahnhof, um 9.04 fährt der Zug, der mich nach Essen bringt. Da dies die nächste Haltestelle ist, gibt es mit dem Rad keine Probleme.

9.29 Uhr: Umsteigen - 0 Problemo! Der Zug - zumindest der Radteil - ist leer. Entspannt kann ich in ein Buch hineinlesen, bevor Leute zusteigen und mich in meiner Konzentration stören, die - dank des mangelden Schlafs - ohnehin schon nicht gut genug ist.

10.15 Uhr: Jetzt steigen auch noch vier weitere Fahrräder ein. 5 Fahrräder + FahrerInnen, ein Rollstuhlfahrer mit Begleitung. Das ist eigentlich zu viel für den Raum. Stehend höre ich Musik und nutze eine Lücke, um schon 3 Stationen vorher an der Tür zu sein.

10.40 Uhr: Planmäßige Ankunft in Reda-Wiedenbrück. Klar, ich hätte auch in Oelde aussteigen können, aber Reda-Wiedenbrück klingt einfach geiler. Außerdem ist der Weg hier einfacher. Immer geradeaus, dann rechts, dann links. Laut Google.
In Wahrheit ist es ebenso einfach, auch wenn ich - unsicher, wie ich bin - mehrmals anhalte und meine Wegbeschreibung vom Gepäckträger nehme. Auf den relativ guten Straßen kann man jedenfalls recht gut fahren, wenngleich Gegenwind mir zu schaffen macht. Als ich ein Schild "Stromberg 3KM" entdecke, feier ich innerlich. Leider biege ich auch falsch ab und mache einen halben Kilometer Umweg, aber nach dem Wenden bin ich dann doch da. Pünktlich um kurz nach elf, völlig verschwitzt. Bei 35° Sport zu betreiben ist vielleicht doch keine gute Idee.

11.10 Uhr: Ich betrete das Gelände. Mir fallen die vielen, vielen Schilder auf. Mir gefällt es. Es ist ruhig. Alle Anwesenden scheinen zu arbeiten. Ich folge unuffällig zwei Frauen, die in ein Haus gehen. Es stellt sich heraus, dass die Beiden in der Ausstellung arbeiten - hervorragend! Eine kleine Privatführung weist mich ein. "Besucherkiste" und "Besuchertafel", das Wohnzimmer - natürlich -, einige Relikte, der Keller, das Buch mit den Leserbriefen und das Personenverzeichnis. Ich bin erstmal anderthalbstunden "Voll beschäftigt"! Den Titel des Buches, das Uschmann geprägt haben soll ("Lösungen") schreibe ich mir samt Autoren auf. Sicher ist sicher. Die Peter Maffay Kassette brauche ich aber nicht unbedingt. Interessanter sind die Bücher in fremden Sprachen. Ich meine, Heidi auf russisch zu erkennen. Badeöle, murpige Geräte, das Bierfass in der Wanne im Keller, das Video zum alten HartmutHaus, das ich aber nicht ganz schaue, obwohl es angenehm kühl ist dort unten.
Anfangs nehme ich mir vor, alle Leserbriefe zu lesen, breche aber nach einer guten Viertelstunde ab. Dennoch dneke ich mir: Gleichgesinnte!
Das Personenverzeichnis schaffe ich kaum anzulesen. Lediglich Hartmut & Ich werden von mir gescreent. Die Listen aus Uschmanns Kindheit interessieren mich, leider sieht man nicht alle. Das Kunstwerk "Tuben auf Papier (und Tesa)", eine absolut geniale, weil murpige Idee, in deren Stil ich nun auch versuchen werde zu schenken.
Dann kann ich nicht anders und muss an die Playstation. Und während ich mein einziges Rennen an diesem Tag fahre, tritt ein glatzköpfiger Mann mit Bart vor den Perlenvorhang und grüßt. "Hi", sagt er, "Hi", sage ich. Das isser also. Ich habe Uschmann gesehen.
Viel länger hält es mich auch nicht drinnen. Ich will auf den Barfußpfad.

12.30 Uhr: Warm. Steine werden in der Sonne warm. Auf nackten Füßen merkt man das. Der Barfußpfad trotzdem - oder deswegen? - ein Erlebnis. Er beruhigt, wenngleich das auch einfach daran liegt, dass mich nichts stören kann. Alleine in Oelde-Stromberg, kein Gedanke an meine Erreichbarkeit. Heute ist einfach mein Tag. Und wieder einmal lerne ich Bäume zu schätzen. Der Pfad führt in den Schatten eines großen, großen, schönen Baums. Ich bleibe stehen, genieße. Laufe dann weiter und sehe Uschmann wieder - mit 3 Leuten hinter sich, denen er wohl die Ausstellung erklärt. Seinen Kopf in die Gräfte stecken mag er aber nicht, bekomme ich mit. Es sei ihm zu brackig.

13.00 Uhr: Es zieht mich zur Bühne. Dort sind Sonnenschirme, dort ist Technik, dort sind Bänke, dort kann ich was Trinken und mich erholen. Bei der Gelegenheit schnappe ich mir Uschmann:
"Hey. Bevor das gleich alles stressig wird: Signierst du auch?"
"Klar."
"Super, Danke!" - Buch kram kram.
"Schreibst du "Für Sebastian?""
"Klar."
"Der mit dem überragenden Platz 14-18 übrigens."
...
"Stachorra?"
"Genau der. Danke für die netten Worte, hab zwar gestern Abend schon gemailt, aber persönlich ist besser. Hat mich wirklich gefreut."
"Schön, gerne. Du wolltest noch ein genaueres Feedback oder?"
"Ja, schon."
"Bist du am 23. da?"
"Nee, schon im Urlaub..."
"Da guck ich mal, das kann aber etwas dauern, bis der ganze Kram hier vorbei ist ..."
"Kein Ding, lass dir Zeit!"
"Bleibst du heute noch."
"Ja so bis 18/19 Uhr, wann halt der Zug kommt."
"Du bist mitm Zug hierhin gefahren?"
"Jap. Und den Rest halt Fahrrad."
...
"Da fällt mir noch ein. Du machst doch auch Lesungen in Schulen oder?"
"Ja, klar."
"Nimmst du Gagen oder Aufwandsentschädigungen oderso?"
"Ja, normalerweise schon, aber bei Schulen verhandel ich auch gerne. Nuschel. Machen wir schon. Nächstes Frühjahr kommt bei Skript 5 von mir auch ein neuer Jugendroman raus, da gibts dann also einen konkreten Anlass."
"Das klingt super!"
Und so weiter. ("Wenns dir hier zu warm wird, kannst du drinnen auf jeden Fall spielen gehen." // "In der Raststätte liegen Zeitschriften aus, die kann man auch umsonst mitnehmen, bzw. gegen Spende, aber im Prinzip ...")
Der Mann hats raus! Ein Vorbild, erst recht, nachdem ich später die kleine Fibel gelesen habe.

13.30 Uhr: Patrick beginnt auf der Bühne. Macht Spaß ihm zuzuhören.

14.15 Uhr: Ich gehe rein, wieder etwas zocken. Dort komme ich mit Gerrit aus Hannover ins Gespräch. Wir batteln uns ein wenig in Tecken 2. Super Gefühl.

14.45 Uhr: Es treibt mich wieder raus. Dort spielt der 3. Gewinner des Contests, aus Bochum, sehr melancholisch, aber super gut! Für die CD bin ich dann aber doch zu geizig.

15.30 Uhr: Ich gehe ins Wohnzimmer und setze mich in den Hängestuhl. Ein Highlight, so etwas brauche ich!! Ich lese die Fibel zum zweiten Mal, bin immernoch überrascht, erstaunt, zufrieden. Es ist alles so wahr darin!
Zwischenzeitlich wird es richtig voll. Zwei Leute liefern sich bei Fifa eine Schlacht, zwei weitere Kollegen schauen zu, eine Familie guckt sich um und die kleinen Kinder spielen nach den großen Jungs. Man respektiert sich als Menschen. Ein tolles Gefühl.

xxxx Uhr: Ich sitze auf dem Rasthof und lese in der "Galore" von 2007. Interessante Interviews. Ich stöbere auch im Federkiel, die gefällt mir aber nur mittelmäßig. Und schwupps ist es 18.15 Uhr, ich schieße ein paar letzte Fotos und mache mich auf den Rückweg, der etwas schwieriger wird.

19.00 Uhr: Ich bin am Bahnhof angekommen. Meine ausgedruckte Route war nicht fahrbar, die Straße wegen Feuerwehrfest gesperrt. Die Wegbeschreibung des Polizisten war auch Mist, immerhin bin ich jetzt 5KM über die Stromberger Straße gefahren und habe gemerkt, dass mein Orientierungssinn doch noch funktioniert. Ich bin ein wenig stolz auf mich.

21. 45 Uhr: Ich bin zu Hause, endlich. Verspätungen, ein Zug, der nur bis Dortmund fährt, Gleiswechsel und wieder zurück, nach Essen, Gleiswechsel, Abfahrt, danke, zu Hause. Inzwischen mit weiteren gelesen Artikeln der Galore. Es war ein wunder, wunderbarer Tag.

Danke Oliver Uschmann, Danke Sylvia Witt, Danke Team Haus Nottbeck!
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