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Oliver
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Anmeldedatum: 03.03.2008
Beiträge: 151
Wohnort: Herbern
Beitrag Verfasst am: 21.02.2012, 09:19    Titel: Ultras und ultraharte Bücher Antworten mit Zitat
Lieber Thomas!

Es freut mich sehr, dass Du mit Feindesland und Nicht weit vom Stamm etwas anfangen kannst. Sie sind Brüder im Geiste, echte "harte Brocken", auf denen man herumkauen muss, was manche lieben und manche nicht.

Ich gabelte an der Raststätte Rhynern mal einen jungen Anhalter auf, denn ich kann schlecht Nein sagen. Junger Mann, freundlich, schmal, sah studentisch aus und war es auch. Biologie, ich glaube sogar auf Lehramt. Im Verlauf der Fahrt plauderten wir darüber, dass ich Autor bin und dass ich früher mal ein Fanzine gemacht habe. "Ich mache auch eines", gab er zu und entpuppte sich als Ultra des BVB. Ultras sind keine Hooligans, aber sie lassen ihre Aktionen zu und kennen sich gut damit aus. Er erzählte mir von den "Matches", welche die Hools austragen, irgendwo im Industriegebiet oder im Wald, 20 gegen 20, zwei Minuten, dann ist Schluss. "In Deutschland hört man auf, wenn einer am Boden liegt", erklärte er so wie andere Brettspielregeln erläutern, "bei den Polen ist das ganz anders." Das lässt für die EM 2012 hoffen, oder?

Die 09-Hools waren vielleicht damals tatsächlich ein Mythos und wir wurden von Phantomen gejagt, wer weiß...

Ich freue mich über Deine vielen kommenden Beiträge und mir macht es Spaß, nach und nach autobiografische Anekdoten aufzuschreiben, auf die ich wegen solcher Einträge überhaupt erst komme.

Liebe Grüße,
Oliver
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Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg.
Was wir Weg nennen, ist Zögern.
Franz Kafka
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bobbyorr
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Beiträge: 9
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Beitrag Verfasst am: 23.02.2012, 18:48    Titel: Wir sind alle Eishockeyfans... Antworten mit Zitat
Hallo Oliver,

freut mich, daß Dir mein relativ lang gewordenes Posting nicht auf die Nerven gegangen ist und Du Interesse an einem Anekdotenaustausch hast! Ich bin auch gespannt, welche Dönekes mir im Laufe der nächsten Zeit wieder unter das geistige Auge treten. (Kommt ein Zyklop zum Augearzt Laughing Ich krieg mich nicht mehr ein, seitdem ich den neulich zum ersten Mal gehört habe. Na ja, gelesen verliert der Witz etwas an Schwung...)

Ultras mögen nicht mit Hooligans gleichzusetzen sein, das stimmt wohl. Ich habe aber in den letzten Jahren bei vielen Eishockeyvereinen ein immer größeres Ultras-"Problem" aufkommen gesehen. So zum Beispiel in Essen. In der Eishalle hatten sich die schwarz gekleideten Ultras (meist ziemlich jung) so sehr breit gemacht, daß die ursprünglichen Eishockeyfans immer weniger Lust hatten, zu den Spielen zu gehen.

Ich kann auch mit dieser selbstverliebten Schaut-mal-wie-sehr-wir-unseren-Verein-supporten-und-alle-anderen-hassen-Masche nicht viel anfangen.
Da war ein Spiel in Dortmund (war bis vor einiger Zeit Fan des EHC Dortmund), bei dem sich das ganze Ultra-Volk hinter dem Tor aufgeführt hat, als ob es für köpfeschüttelauslösendes Verhalten Ehrenpreise gibt.
Sehr schön anzusehen war das kopfstehend aufgehängte Banner, natürlich ganz vorne an der untersten Bande.
Ich ahne den Dialog von zwei Essenern, die nach dem Aufhängen des Banners hinter der Bande stehen:
"Hängt dat Teil auch richtich rum?"
"Wat weiß ich. Watt ma. Lass ma kuckn."
Einer der beiden beugt sich von hinter der Bande über die Bande.
"Jau, ich kann allet lesen. Is richtich."
Oder so ähnlich.

Ich habe persönlich nichts gegen Ultras und Hardcore-Fans, die ihren Verein/ihre Band oder was auch immer nach Kräften unterstützen.
Ich habe aber etwas dagegen, wenn bei der ganzen Supporterei der Respekt gegenüber anderen den Bach runter geht.

Es geht auch völlig anders. Ich bin im April 2010 zum Beispiel zum Play off-Spiel EC Peiting - EHC Dortmund gefahren. Alleine, im Auto, mit einem Tag frei danach. Sind ja ca. 600 km, die fahre ich nach dem Spiel nicht mehr direkt zurück. In Peiting hatte ich nette einheimische Fans vor dem und im Stadion kennengelernt und man hat das eine oder andere Bier (zuviel Smile ) zusammen getrunken. Wir waren dann doch ca. 20 Dortmunder und standen locker verteilt inmitten der 800 oder 900 Peitinger, mitten in der Kurve der Peitinger Fans und Trikotträger. Keine dumme Anmache, kein Hass, man war unter Freunden, auch wenn man sich noch nie vorher sah. Das sind Spiele (Und es gab in 18 Jahren Eishockeyleben viele davon!), von denen ich noch meinen Enkeln erzählen würde, wenn ich jemals welche hätte. Oder eben den Enkeln der Nachbarn...

Ich bin neulich bei Amazon über Deinen Kommentar zu Alex Amsterdams Album gestolpert. Schon beim Lesen hatte ich gedacht, der Text kann doch nur von Herrn Uschmann stammen. Bingo, und schon stand Dein Name drunter.
Vor Jahren hatte ich auf Alex' CD "Stillness of a moment" auf einem Song Cello gespielt. Da ihr beiden ja schon zusammen aufgetreten seid, hatte ich Deinen Namen bei ihm zum ersten Mal bewusst gelesen. Ich habe den Faden dann mal weiter zurückverfolgt, um zu sehen, wo mein Lebensstrang definitiv abgebogen ist, an dessen Ende ich im Jahr 2011 Deine Bücher gekauft habe. War für mich spannend, ich bin mir aber nicht sicher, ob das für andere eine interessante oder eine öde Geschichte ist.

So, heute greift schon wieder der Freizeitstress mit seinen kräftigen Pranken nach mir. Sagte nicht mal jemand, das es auch positiven Stress gibt? Mag ja sein, die Zeit verfliegt dabei trotzdem irre schnell...
Hier wartet noch ein Marketing-Konzept für unseren Rugbyverein auf weitere konstruktive Ideen von mir. Denn am Samstag warten dann die Vereinskollegen darauf, daß ich ihnen genau die präsentiere, die konstruktiven Ideen.

Viele Grüße und bis bald,
Thomas
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Oliver
Moderator

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Anmeldedatum: 03.03.2008
Beiträge: 151
Wohnort: Herbern
Beitrag Verfasst am: 24.02.2012, 11:26    Titel: Ultras und Bücher Antworten mit Zitat
Lieber Thomas!

Es freut mich sehr, dass Du mit Feindesland und Nicht weit vom Stamm etwas anfangen kannst. Sie sind Brüder im Geiste, echte "harte Brocken", auf denen man herumkauen muss, was manche lieben und manche nicht.

Ich gabelte an der Raststätte Rhynern mal einen jungen Anhalter auf, denn ich kann schlecht Nein sagen. Junger Mann, freundlich, schmal, sah studentisch aus und war es auch. Biologie, ich glaube sogar auf Lehramt. Im Verlauf der Fahrt plauderten wir darüber, dass ich Autor bin und dass ich früher mal ein Fanzine gemacht habe. "Ich mache auch eines", gab er zu und entpuppte sich als Ultra des BVB. Ultras sind keine Hooligans, aber sie lassen ihre Aktionen zu und kennen sich gut damit aus. Er erzählte mir von den "Matches", welche die Hools austragen, irgendwo im Industriegebiet oder im Wald, 20 gegen 20, zwei Minuten, dann ist Schluss. "In Deutschland hört man auf, wenn einer am Boden liegt", erklärte er so wie andere Brettspielregeln erläutern, "bei den Polen ist das ganz anders." Das lässt für die EM 2012 hoffen, oder?

Die 09-Hools waren vielleicht damals tatsächlich ein Mythos und wir wurden von Phantomen gejagt, wer weiß...

Ich freue mich über Deine vielen kommenden Beiträge und mir macht es Spaß, nach und nach autobiografische Anekdoten aufzuschreiben, auf die ich wegen solcher Einträge überhaupt erst komme.

Liebe Grüße,
Oliver
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bobbyorr
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Beitrag Verfasst am: 24.02.2012, 20:59    Titel: Dalli Dalli Antworten mit Zitat
Tach, die Herrschaften (musste einfach sein),

gab es mal eine Zeit, in der Gameshows im Fernsehen noch nicht so hiessen und vor allem ohne Buzzer auskamen?
Buzzer, wie das klingt. Es schüttelt mich jedesmal schon, wenn irgendwo im Fernsehen (schaue mir zum Glück nicht so viel an) dieses rote Drauf-Schlag-Dingeling mit dem schlecht eingespielten Schauerton auftaucht.
So kann vielleicht ein Raggamuffin-Star aus Kingston Town oder Karlsruhe heissen, der seinen Mitmenschen nur schlechtes antut: MC Buzza oder so.

Bei Dalli Dalli hätte Mady Riehl jetzt gesagt: "Ultras und Bücher" haben wir doppelt, das müssen wir einmal abziehen. Smile
Keine Ahnung, wieviel das heute Abend in Schilling macht...

Oliver, ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
Morgen wird nach dem Rugby-Training zum ersten Mal in 2012 gegrillt. Und es ist mir völlig egal, ob es regnet. Sowohl beim Rugby als auch beim Grillen!

Bis denne,
Thomas
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