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Ich habe gerade das Buch durch und...
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antje
Tourist

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Anmeldedatum: 20.06.2011
Beiträge: 1
Beitrag Verfasst am: 20.06.2011, 17:42    Titel: Ich habe gerade das Buch durch und... Antworten mit Zitat
Ich habe gerade meinen Helden verloren. Ich bin wirklich traurig über die Tatsache dass Hartmut nicht mehr er selbst ist. Er hatte sich schon das ganze Buch über verändert und es steuerte schon darauf zu das etwas Entscheidendes passiert aber dass sein Universum nicht besser als das unsrige ist hat mich tief erschüttert. Das parallel Universum Geschwafel stammt nicht aus meiner Feder.
Ich habe fest an Hartmut geglaubt, dieser Typ der immer alles zum Besten regelt seit ich ihn kenne (und das sind immerhin 5 Bücher), der immer aus allem raus kommt und dass mit nie mehr als einem blauen Auge.
Nun musste Harmut feststellen dass auch er nicht alles schaffen bzw. aushalten kann. Helden sollten so etwas nicht müssen, deswegen sind sie Helden, weil sie jeder Situation gewachsen sind.
Er ist in-existent geworden, zumindest wenn er nicht mehr mit „Ich“ zusammen ist und dieser ihre Geschichte schreibt/ erzählt.
Mir gefiel die Hartmut und Ich Welt, die immer weiter (von Buch zu Buch) von unserer/meiner Welt abdriftet und nun ist er umso härter in unserer Welt wieder aufgeschlagen. Dieser harte Aufprall mit der realen Welt wird wohl nur schwer zu überwinden sein.
Ich hoffe jedoch dass es weiter geht, das Hartmut weiter existieren kann. Ich hoffe darauf das Hartmut sich nicht unter kriegen lässt und vielleicht doch noch dieses System stürzt. Auf eine Art die nur ihm einfallen kann und die dazu führt das der Schaden gering bleibt, mit einer „Hartmutrevolutionsidee“ wie nur er sie haben kann und wie sie nur in seiner Welt möglich ist. Und er braucht wieder seinen/einen Freund der ihn unterstützt (seinen Robin, seinen falloutboy, seinen Luigi) der seine Geschichten nicht nur miterlebt sondern auch erzählt.
Der Held muss auch nicht gestärkt wieder kommen, er darf auch geschwächt sein er darf nur nicht untergehen. Ansonsten musste ich mit „Feindesland“ erwachsen werden, denn der Verlust von Helden ist doch ein teil des Prozesses des erwachsen werden. Aber bitte grad noch nicht, ich möchte mich noch ein bisschen aus dieser Welt in eine andere Flüchten könne und habe mir hierzu nun mal die von Hartmut ausgesucht.

Ich hoffe das Hartmnut mit wehenden Fahnen wieder kommt.javascript:emoticon('wink') wink Deswegen muss es ein neues Buch geben. Sonst brauche ich einen neuen Helden.
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Oliver
Moderator

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Anmeldedatum: 03.03.2008
Beiträge: 151
Wohnort: Herbern
Beitrag Verfasst am: 29.07.2011, 12:10    Titel: Hartmuts Fortgang Antworten mit Zitat
Hallo Antje!

Uns ging es beim Entwerfen und Schreiben des Buches genauso wie Dir und es sind wahrhaft bewegende und treffend formulierte Zeilen, die Du hier eingetragen hast. Dieses Scheitern an der Realität war in "Feindesland" unausweichlich nötig; anderenfalls hätte der neue, schleichende Totalitarismus am Ende wieder nur als satirische Spielerei dagestanden, die sich leicht lösen lässt und dafür war dieses Thema zu ernst und zu dringlich.

Hartmut und seine Familie leben weiter und zurzeit arbeiten wir an einem Neuanfang, der im Herbst 2012 das Licht der Buchwelt erblicken wird. Wie Du schon richtig ahnst, können die Charaktere nach "Feindesland" nicht aus einer Position der Stärke heraus beginnen, sondern müssen sich herausarbeiten aus einer Welt, die für sie zusammengebrochen ist. Sie müssen erst sich selbst und dann die anderen wiederfinden und wir werden diese Suche auf eine Art und Weise inszenieren, die es in der Hui-Reihe noch nie zuvor so gegeben hat. Nach außen hin herrscht gerade eine kleine Pause, aber hier, in den Schreib-Studios von Hartmutwood sozusagen, laufen die spannendsten Prozesse ab. Wir verraten noch nichts. Weil es uns verboten ist, aber vor allem, weil wir als Künstler den Glauben (ohne "Aber-" davor) haben, dass es kein gutes Omen ist, von Entwicklungen zu schreiben, die noch nicht abgeschlossen sind.

Was wir sagen können ist, dass Briefe wie Deiner uns umso mehr dazu bewegen, die Lebensläufe und Wandlungen der Charaktere so sensibel und sorgsam wie möglich anzugehen und die Art von "Dramedy", welche die Hui-Welt mittlerweile darstellt, bei allem Humor (den wir niemals außen vor lassen werden) nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Alles Liebe,
Sylvia & Oliver
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Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg.
Was wir Weg nennen, ist Zögern.
Franz Kafka
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