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Murp!
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Jörn
Stammgast

Stammgast
Anmeldedatum: 02.12.2008
Beiträge: 21
Wohnort: Sylt
Beitrag Verfasst am: 02.12.2008, 12:02    Titel: Murp! Antworten mit Zitat
Klasse Oliver! Respekt und Anerkennung zu deiner neuen Ausgabe!
Nicht nur das es ein Buch in Buch ist (Dank Hartmut), nach Wandelgermanen habe ich lange nicht mehr so gelacht.., freue mich auf weitere Weisheiten von dem Mann mit den Koteletten Very Happy
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Oliver
Moderator

Moderator
Anmeldedatum: 03.03.2008
Beiträge: 151
Wohnort: Herbern
Beitrag Verfasst am: 04.12.2008, 16:32    Titel: Wir brauchen mehr Details! Antworten mit Zitat
Hi Jörn,

danke für das Lob!

Ich bin neugierig - gibt es ein, zwei Aspekte, die Dir besonders gefallen? Der MURP ist ja eine eierlegende Wollmilchsau mit zig Features. Hast Du Stellen, die Du besonders gerne mal aufschlägst?

Fragt,
Oliver
_________________
Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg.
Was wir Weg nennen, ist Zögern.
Franz Kafka
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Jörn
Stammgast

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Anmeldedatum: 02.12.2008
Beiträge: 21
Wohnort: Sylt
Beitrag Verfasst am: 05.12.2008, 16:59    Titel: Antworten mit Zitat
Innerhalb der Lerngruppe (die mit dem Blitz), sprichst Du Themen wie Bulimie "Hyperorexie" an! Finde ich persönlich sehr gut, gerade in unserer heutigen Zeit, in der die Medien und/oder die Bekleidungsindustrie junge Menschen in diese Krankheit treiben.

Kapitel: Schlag Ihn!
Tränen gelacht. Hartmut stellt aufgrund des Unfalls abrupt den Kleinkrieg mit Herrn Reinhard ein und übernimmt sogar seine Aufgabe!
"Ich" bricht dem Fahrer die Nase, nur weil Caterina es sagt...

Hartmuts Notizen zum Thema: Das Haushaltsbuch & Die Beziehung!
Großartig!!!

Etwas anderes:
Ich habe im Hinterkopf, das "Ich" in einem Deiner Vorgänger den Gedanken hat, eventuell ein Buch über Baumärkte zu schreiben falls ich mich nicht irre. Ich hoffe, "Ich" verwirklicht es irgendwann mal.
Habe selber über 10 Jahre im Dortmunder Norden und Lünen in einem gelernt und gearbeitet, bis ich in die Welt der Medien und Werbung auf Sylt gerutscht bin.
Genug zum Lachen gibt es allemal, es fängt schon damit an, dass es keine Namen unter den Verkäufern/Kunden gibt. Ich war die "Säge", dann kommen Namen wie: "Farbe"/"Strippe" (Elektro)/"Photosynthese" (Garten)/"Wasser"/"Licht" usw.

Habe mal einen sehr amüsanten Text von Claudia Keller/Frankfurt am Main gelesen.
"Engel im Baumarkt", hoffe, er bringt Dich auch zum Schmunzeln!

Die Geschäftsleitung hat sie in grell-orangene Anzüge verpackt, damit sie leicht erkennbar und schneller zu jagen sind. Aber dank jahrelangen Trainings beherrschen sie es perfekt, in Deckung zu gehen, Feinde zu erahnen und sich rückstandslos in Luft aufzulösen. Die Rede ist von „Tobi, Ihrem Berater“, eingesetzt in Heimwerkermärkten, um verzweifelt herumirrenden Kunden hilfreich zur Seite zu stehen – früher Verkäufer genannt.
Ich betrete die riesige Halle zögernd, aber kampfbereit, auch ein Profi. Den Wagen lasse ich stehen, unhandlich groß, erschwert er die Verfolgung. Unbelastet hat man die Chance, sich einerseits zu verstecken, einem Tobi unbemerkt aufzulauern und ihn anzufallen, wenn er nichts ahnend des Weges kommt. Ich räuspere die Kehle frei. „Wo, bitte, finde ich Holzbeize?“ Der erste stellt sich taub und verschwindet hinter „Fensterrahmen und Türen“. Der zweite löst sich vor meinen Augen in Luft auf. Der dritte zischt „Hinten rechts“, und erklimmt eine Leiter.
Der vierte begeht den Fehler, in Blickkontakt zu treten. Augenblicklich nehme ich die Verfolgung auf. Er wittert meine Absicht und beschleunigt. Wir durchkreuzen in gestrecktem Galopp die Abteilung Fliesen, Duschen und Spiegel, und mein Tobi flieht durch eine eiserne Tür: „Kein Durchgang“. Pech! Die erste Runde ist verloren. Ein neues Opfer, grell-orange gekleidet, erscheint. Ich stelle mich quer und senke die Stimme. „Dürfte ich Sie kurz stören?“ „Das haben Sie schon getan!“ bellt er mich an. Sein Blick ist der Blick des typischen Kundenhassers. Der Kunde ist nicht nur unbeliebt, er ist verachtenswert. Wie ein lästiges Insekt sollte man Ihn eigentlich sofort erschlagen, zumindest den Aufenthalt in diesem Markt ein für allemal verleiden. Ganz richtig spüre ich bereits die bekannte Erschöpfung, die mich in Märkten dieser Art stets überfällt. Sie kriecht den Rücken hinauf, lähmt erst den Kampfgeist, dann das Hirn.
Aber ich gebe nicht auf. Um weitere Tobis aus Ihren Verstecken zu locken, setze ich eine harmlose Miene auf. Ich schlendere, einen kleinen Pfeifton auf den Lippen, ein wenig umher. Ich suche nichts, ich begehre nichts, nur so zum Spaß wandle ich durch die Gänge. Prüfe die Regale, suche den Boden ab. Es ist ja möglich, dass jemand einen Kanister Holzbeize verloren hat. „Wunder geschehen“, sang einst Katja Epstein. Das ist lange her.
Bei den Fliesen macht sich ein weiterer Tobi zu schaffen. Er kniet auf dem Boden und stapelt Kacheln zum Viererpack. Nun bloß nichts verderben, ruhig bleiben, keine hastigen Bewegungen.
„Entschuldigen Sie“, sage ich sanft. Der Tobi richtet sich auf und lächelt mich an. Tatsächlich. „Darf ich Ihnen helfen?“ Er hat vergissmeinnichtblaue Augen. Goldene Locken umkräuseln sein Haupt. Auf seiner Stirn leuchtet ein Stern. „Was suchen Sie denn?“ Eine Stimme wie Samt.
„Holzbeize“, flüstere ich. „Ich bringe Sie hin.“
Wie auf Wolken durchschreite ich an seiner Seite die Abteilungen „Teppichböden, Lampen und Tapeten. Reinigungsartikel, Grünpflanzen.“ Hinter den Fächerpalmen glitzert es metallisch. Kanister reiht sich an Kanister. Mein Engel mit dem Stern auf der Stirn lächelt. „Nussbaum, Esche oder Eiche?“
„Nussbaum“, flüstere ich.
Diese Geschichte wollte mir zunächst niemand glauben. Dann liefen alle hin, um den Engel zu sehen. Er war nicht mehr da.

Ich muss zu meiner Schande gestehen: Als bei mir damals die Lautsprecher Herr ..... bitte zur ..... Abteilung geschrieen haben, sah man mich auch das eine oder andere mal einen Hechtsprung in die Regale machen! (Diese Ausnahmereaktion verbuche ich unter Jugendsünden)
Gruß Jörn

Subversion durch Affirmation!
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Zuletzt bearbeitet von Jörn am 16.01.2012, 10:16, insgesamt einmal bearbeitet
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Nimi
Stammgast

Stammgast
Anmeldedatum: 16.05.2010
Beiträge: 22
Wohnort: Aachen
Beitrag Verfasst am: 29.07.2010, 13:29    Titel: Antworten mit Zitat
Schöne Geschichte, Säge Razz
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Jörn
Stammgast

Stammgast
Anmeldedatum: 02.12.2008
Beiträge: 21
Wohnort: Sylt
Beitrag Verfasst am: 20.08.2010, 08:40    Titel: Antworten mit Zitat
Danke Nimi, ja, Frau Keller hat den Baumarkt-Alltag perfekt wiedergegeben!

Nur bin ich mir nicht mehr sicher, ob es wirklich Olivers Romanfigur war, die nach einem Baumarkt-Besuch ähnlicherweise den Gedanken hat, ein Buch darüber zu schreiben. Es kann auch eine Figur von Jaud, Birbaek oder Husmann gewesen sein...
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Bei glatter Straße muß man
sechzehn geben - doppelt acht.
Heinz Erhardt
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